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Pressemeldungen


Affenliebe ohne Folgen
Affenberg Salem startet Gesundheitscheck und Verhütungsaktion

Zu Beginn finden vor allem die Jungaffen die aufgestellten Fallen am Affenberg Salem als Klettergerüst interessant. Auch lässt es sich an den Spannseilen prima turnen. Mit Futter lockt man die Berberaffen in die Gatter, denn alle drei Jahre stehen Gesundheitscheck und Verhütung bei den Berberaffen an. Diejenigen Weibchen, die bereits ein Junges geboren haben, erhalten vom „affengeübten“ Salemer Tierarzt ein Verhütungsimplantat unter die Haut gepflanzt – das gleiche Präparat, das auch für Menschen benutzt wird. Denn bei der bekannten Affenliebe wäre der Park rasch überbevölkert und Streit in den Gruppen unvermeidlich. Mit einem medizinischen Check verschafft man sich gleichzeitig einen Überblick über den Gesundheitszustand der Tiere. Da die cleveren Affen dies natürlich nicht freiwillig mitmachen, gilt es sie mit List und viel Geduld in die Fallen zu locken.

Die Besucher erhalten daher ab dem 14. September kein Popcorn für die Berberaffen mehr. Diese sollen sich an das Futter nur noch in den Fallen gewöhnen, damit ab 15. September die große Fangaktion der rund 200 Tiere gestartet werden kann. „Wir haben mehrere große Fallen entlang des Rundweges und beim großen Platz im Zentrum des Waldgeheges aufge-stellt, damit die Besucher die Aktion aus der Nähe verfolgen können“, so der Leiter des Parks Dr. Roland Hilgartner, der auch weiß, dass die Weibchen den Fallen gegenüber etwas misstrauischer und deshalb schwerer zu fangen sind. Bei ihnen wie bei den leichter zu fangenden Männchen und Jungtieren heißt es für die in Holzverstecken wartenden Parkmitarbeiter, die Falle mittels Seilzug im richtigen Moment zu schließen. Eine kurzzeitige Fellmarkierung zeigt ihnen dabei, wer schon behandelt wurde.

Die sehr starken Männchen wie auch die entsprechenden Weibchen müssen zur Untersuchung und Implantatversorgung betäubt werden. Nur so ist eine sichere und schnelle Behandlung gewährleistet. „Die Tiere nehmen bei dieser Aktion keinen Schaden“, beruhigt der Parkleiter. „Narkotisierte Affen schlafen sich in geschützten Kisten aus, damit sie den anderen Tieren nicht hilflos ausgesetzt sind.“ Bei allen Affen wird zusätzlich eine vor-beugende Entwurmung vorgenommen. Zudem erhalten noch einige ihre kennzeichnende Dauer-Markierung. Mit etwas Glück können die Besucher den Arbeitseinsatz von Tierarzt und dem gesamten Affenberg-Team gut beobachten.

Auch die alljährlich überwinternden 20 Altstörche am Affenberg und die vergrößerte Damwildherde finden die Aufmerksamkeit der Parkgäste. Die im Juni geborenen neun Jungtiere im Damwildgehege werden langsam zu-traulich und schließen sich schon bald der Fütterung der Hirschkühe durch die Besucher an. So ist der Park mit seinen unmittelbaren Beobachtungsmöglichkeiten, den Tierinformation, Dokumentationsvideo, Kunstgalerie, der erweiterten Gastronomie und günstigen Familienpreisen ein attraktives Ausflugsziel im „Goldenen Herbst“.